Wednesday, August 05, 2009

Vollmondnacht



Der kommende Vollmond hat es wieder einmal in sich... schon seit der Nacht auf Sonntag schlafe ich kaum ein, nicht durch... und Kopfweh... ein verspannter Nacken... Wasser treten am Abend hilft immer etwas, leider nur etwas.

Der WassermannVollmond am 6. August (02:56) ließe sich auf entspannte und lockere Weise im Kreise von Freunden und Gleichgesinnten verbringen. Man müsste sich nur vorher darauf einigen, wem die meiste Aufmerksamkeit gebührt.
Der Vollmond vom 6. August (auf 13.44 Grad Wassermann) ist eine Finsternis. Er dürfte die Themen der Sonnenfinsternis vom 22. Juli sowie die damit verbundenen Entwicklungen deutlich machen.
Der Vollmond am Donnerstag beleuchtet, wie es mit der Energiebilanz zwischen Ich (Löwe) und Wir (Wassermann) steht. In den kommenden zwei Wochen kommt es wieder darauf an, uns bewusster zu werden, dass ein "Ich" zu haben und zu sein ganz grundsätzlich und untrennbar immer auch Teil eines "Wir" zu sein bedeutet.

Als ich vom Wasser treten zurückging sah ich, dass schon wieder Wahlplakatschilder an die Bäume gebunden werden... kann die noch jemand sehen? Erst vor wenigern Wochen saß ich bald eine Stunde in der Wahlkabine... zwei Wochen darauf war Stichwahl... alle atmeten auf, als das Zeug aus den Straßen verschwand... all das Politikerpalaver im tv schaue ich mir nicht mehr an, vor Wahlen sind Politiker nicht glaubwürdig... und überhaupt... der Himmel war bei Weitem schöner und interessanter!

Tuesday, August 04, 2009

Hut ab vor der sudanesischen Journalistin Lubna Ahmed el Hussein




Im Sommer ist mein Bauch nie so platt wie das restliche Jahr über... wegen all der Beeren, die ich futtere... Kirschen sind fast vorbei, Heidelbeeren auch fast... leider. Holunder ist reif, Pfirsiche kommen, die ersten Feigen schmecken köstlich, Himbeeren fast vorbei... alle Wegränder hängen voller reifer Brombeeren. Letzten Samstag habe ich Massen davon genascht.

Weil sie Hosen trug, drohen der sudanesischen Journalistin Lubna Ahmed el Hussein 40 Peitschenhiebe. Sie wurde mit mehreren Frauen von der Sittenpolizei festgenommen. Hut ab vor dieser Frau! Jetzt kämpft Lubna Ahmed el Hussein vor Gericht nicht nur für einen Freispruch, sondern auch dafür, die strenge islamische Kleider- und Verhaltensordnung des Sudans auf den Prüfstand zu stellen. "Mein Ziel ist es, dass der Paragraph 152 abgeschafft wird", sagte Hussein.

Ihre Kampfansage scheint auf die Frauen im Sudan übergesprungen zu sein: Mehrere hundert Frauen gingen am Dienstag auf die Straße und versammelten sich mit Transparenten vor dem Gerichtsgebäude. Viele von ihnen trugen Hosen als Zeichen der Solidarität - diesmal, ohne von der Polizei belangt zu werden.

Saturday, August 01, 2009

Radeltour



Lange Radeltour gemacht, überall liegen die Heuballen, viel Sonne, zweimal verfahren... beim Flohmarkt ein paar alte Besteckteile erstanden.

Stichworte der Woche: Zwischenspiel, Vernunft ist Trumpf, fruchtbare Gespräche und Verhandlungen

August


An den Abenden ist es schnell zu schattig...
die Tage werden schon kürzer...
laut Wetterfröschen soll es endlich Sommer werden...
ein aufwühlender Monat beginnt, in dem vieles in Bewegung kommen wird...
und ich schwinge mich gleich auf mein Radel und nutze das Wetter!

Sommer, Sonne, Licht, Farben genießen, aktiv erholen...
das ist kein Monat für Faulenzerurlaube...

Tuesday, July 28, 2009

Riesenmucke


Mucke am Fenster, von draußen fotografiert.

Halbmond am Nachmittag hoch oben am Himmel... kein Wunder, dass ich ihn letzte Nacht nicht hatte sehen können als ich draußen war... in meiner Wohnung stand die Luft, unmöglich zu schlafen... nebenan werden die großen Bäume zersägt, das hört sich an, als werde ein ganzer Wald abgeholzt.

Monday, July 27, 2009

Wildheit... Spiel




Die Mondknotenachse hat heute die Zeichen gewechselt von Wassermann/Löwe nach Steinbock/Krebs... also geht es darum nicht zu saturnisch, zu rigide, zu werden, nicht zu sehr (oder überhaupt?) um offizielle Bestätigung zu ringen, nicht bleifüßig und regellastig zu sein, sondern sich den AußenseiterInnenStatus zu bewahren oder anzuerkennen (!), und sich den Freiraum zu nehmen, aus dem heraus wir wirklich frei sein können.

Thoreau: "In Wildness is the preservation of the World." Oder auch: "Die Kunst ist der nächste Nachbar der Wildnis!" weiter: "Wachse wild... beaufsichtige dich nicht ständig... geh deinen Ahnungen nach... lass nichts zwischen dich und das Licht treten... sei nicht geizig mit dir... jage deinem Leben nach... mach deinen Lebensunterhalt nicht zu deiner Arbeit, sondern zum Spiel... vereinfache dein Leben... tu, was du wirklich liebst... koste die Welt aus und verwandle sie dir an... lass dich vom Schoss der Erde tragen...

Ich bekomme immer mal zu hören, ich sähe das Leben zu spielerisch... dann wäre ich ja auf dem richtigen Weg... oder? Dann wiederum heißt es, ich solle das Leben leichter nehmen, sei zu ernst... ja, was nun?

Sunday, July 26, 2009

Radeltour






Endlich einmal ein richtiger Sommertag! Da habe ich nicht lange gefackelt, meinen Radelkoffer gepackt und los ging’s, zuerst auf den Berg, erste Station die Sonnenblumen. Ich nahm den Trampelpfad vom letzten Sommer, doch von ihm ist kaum was zu finden... offenbar radle nicht nur ich weniger bei dem ewigen Regen... auf dem Höhenweg musste ich gar durch mehrere wegbreite Pfützen fahren... der Trampelpfad ist zugewachsen... mit meiner Gräserallergie ist das ein Spaß für meine nackten Beine... am Mittag waren dann fast alle Fotos hoffnungslos überbelichtet und das ausgerechnet als ich an der Stelle mit den Nussbäumen war, die ich ablichten wollte... kompletter Fotomüll.

Radler waren noch mehr unterwegs, nur eine Läuferin, keine Wanderer, aber die Bauern waren mit der Ernte beschäftigt... Roggen... an der Bank, an der ich eine Pause hatte einlegen wollen... mir juckte sofort alles... später merkte ich, dass ich von einer Mehlschicht bedeckt war, dachte schon, die Haut schäle sich ab... bei mir? Ich habe keinen Hang zu Sonnenbrand.

Etwas weiter fand ich einen Wahlnussbaum, der sehr fotogen einem der Unwetter zum Opfer gefallen ist. Mehrfach rasten dort so was wie Strandfahrzeuge auf den RadWanderwegen entlang, machten viel Staub, beschleunigten an den Pfützen... als sie zurückkamen stellte ich mich in den Weg, so dass sie ihre Geschwindigkeit reduzieren mussten und gab ihnen zu verstehen, dass sie ballaballa sind... sie entfernten sich langsam und kamen nicht wieder!

Da, wo ich im Frühjahr solch schöne Blüten fotografierte stehen jetzt üppig Früchte tragende Pfirsichbäume... ich dachte, kein Bauer zusehen, reif sehen sie aus, schön gelbrot... nur einer ließ sich leicht pflücken, er war faul... zu früh gefreut.

Ich radelte dann Richtung Tal, durch kleine malerische Orte, vorbei an Feldern, Weinbergen... die ach so hübschen Marienkäfer waren sehr bissig! Ich konnte es kaum glauben beim ersten Biss, doch beim zweiten hatte ich das süße Käferlein in der Hand... das tut richtig weh!

Dann entdeckte ich ein weiteres bei Fotografen beliebtes Motiv... Heuballen, aber nicht in einem Stoppelacker, sondern in einer Wiese... noch einmal durch hohes Gras...

Als ich am Abend zurück war ging es sofort unter die Dusche incl. Haare waschen... etwas Muskelkater habe ich schon, doch endlich konnte ich nach Herzenslust radeln.

Saturday, July 25, 2009

Des Vogel´s Gesang




In der Bergkirche war heute Abend ein Konzert und ich ging endlich mal hin. In den letzten Monaten habe ich hier sehr viele Menschen kennen gelernt... ging davon aus, dort Bekannte anzutreffen... aber nein! Ich kannte niemanden!

Die kleine Hallenkirche hat wirklich eine exzellente Akustik und ist bestens geeignet, auch als Kulisse für Werke von Händel, Vivaldi, Haydn, u.a.

Die Sitze in den Bänken waren schon alle besetzt, so ging ich die etwas abenteuerliche Treppe hoch zur Empore. Von den Sitzplätzen dort sieht man nur die Orgel... also stehen. Thema war "Des Vogel´s Gesang", in der Hauptsache das Trällern der Nachtigall. Die Flötistin Heidrun Paulus beherrscht all ihre Flöten brilliant, perfekt abgestimmt mit dem Spiel des Cembalos von Daniel Kaiser. Und der Sopran von Isabel Delemarre... da wurde ich heimlich neidisch! Herrlich, ihre Koloraturen, davon kann ich nur träumen.

Viele Teile der Bergkirche sind meisterhaft, aber mit Sicherheit nicht die Empore... bewegt sich ein kräftiger Erwachsener, so schwankt alles... ich kam mir vor wie auf einer Pontonbrücke und fühlte mich immer unwohler. Die Darbietung der Künstler hielten mich vom Gehen ab... ich dachte daran, dass Luisa geht, sobald sie das Bedürfnis hat, wenn es auch noch so schön ist...