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Monday, November 19, 2012

novembrig ...Zeit der Erinnerungen

Südpfalztherme, 18.11.12
Als ich heute aufwachte, freute ich mich über blauen Himmel und Sonnenschein - ob es wohl so sonnig bleiben würde wie gestern, als das schöne Wetter viele Menschen in den Kurpark lockte... aber nein, leider war am Mittag schon wieder alles in trübem grau.
Ich bin dabei, mein Programm für die ersten Monate in 2013 zusammenzustellen. Ich werde einen alten Brauch wiederaufleben lassen. Im Dezember werde ich hier darüber berichten.

Mich verwundert es immer wieder, dass sich kaum jemand erinnert, wie schön der November 2011 war. Alle sind erstaunt, wenn ich erzähle, wie Wetter, Licht und Farben waren. In keinem November habe ich je soviele Fotos gemacht, wie eben in jenem in 2011.
Diese Woche ist der Nebel besonders scheußlich. Es ist zwar nicht wie damals in Ulm, als man oft kaum zwei Meter Sicht hatte... aber es ist einfach eine ganz andere Qualität, wenn im Frühnebel die Sonne schon zu erahnen ist, als wenn es Tag und Nacht nur feuchtgrau ist, die Luft steht.

Eine Zeit, in der Gedanken kommen, in der ich feststelle, dass sich manches verändert hat.So war mein Sehnen früher immer mit Fernweh verbunden, ich wollte immer weit fort. Es gab Jahre, da wäre ich am Liebsten nach Australien ausgewandert. Meine Kinder schüttelten darüber den Kopf. Von der Pfalz hatte ich mich vor vielen Jahren innerlich komplett verabschiedet... bis mich Heimweh überkam. Seit ich wieder in der Pfalz lebe, bin ich innerlich ruhiger geworden. Ich möchte schon mal in andere Gegenden und in andere Kontinente reisen... egal, ob ich nun in Ulm oder in Nürnberg gelebt habe, ich habe mich immer als Pfälzerin bezeichnet und gefühlt. In den Dialekt musste ich mich erst wieder einfinden. Inzwischen bin ich mit der Sprache sehr vertraut. Er ist ein Stück Heimat.

Wednesday, March 04, 2009

am Schraubstock...



Ich bin geplättet... ein Traditionsbetrieb wie Pfaff ist pleite... und das nicht zum ersten Mal... sie wurden verspekuliert, wollen in ein neues, fertiges Produktionsgebäude umziehen... im Mom hängt da alles in der Luft... ich habe dort vor Ewigkeiten 12 Wochen in der Lehrwerkstatt Praktikum gemacht... die Lehrwerkstatt war damals vorbildlich... ich am Schraubstock, Grauguss schrubben... der Meister besorgte mir eine Palette als Podest, sonst wäre ich nicht rangekommen! Ich habe enorm viel dort gelernt... obwohl es für mich schon extrem war morgens um 5 vor 7 in aller Früh an der Stechuhr zu sein... ich zähle ja zu den Eulen, nicht zu den Lerchen...

Es ist doch echt der komplette Wahnsinn, was da so alles mit Arbeitsstellen und Betrieben angestellt wurde! Mit was wurde eigentlich nicht spekuliert!? Verdienen Fußballer noch immer Mios? Ich war heute auf einer Vernissage, ein hervorragender Künstler, der seine Bilder weit unter den Preisen von früher anbietet... Kenner sind schockiert, doch er muss davon leben, ist ganz bescheiden, versteckte sich fast und verdrückte sich als erster... es ist an der Zeit, dass Künstler, die wirklich was können wieder Anerkennung finden und all die Pseudokünstler, die sich für viel Geld auskotzen und damit groß vermarktet werden, in den Hintergrund verschwinden... klar kann sich jeder an die Wand hängen, was ihm/ihr gefällt...

Gestern entdeckte ich die ersten gelben Krokusse.

Sunday, February 22, 2009

Erinnerungen an Zwangsumtausch


Nö, Schnee haben wir keinen, aber Nebel! Es wird den ganzen Tag nicht hell... im Radio hörte ich gerade eine Geschichte vom Moderator über einen Besuch in Ostberlin in der früheren DDR! Über seine Schwierigkeiten das Geld vom Zwangsumtausch loszuwerden... es war schon heftig für mich, Abiturjahr... ich litt oft Hunger, weil das wenige Geld nicht reichte um den ganzen Monat satt zu werden... ich hatte nur wenig Schülerbafög und das Kindergeld... mein Abi machte ich in Saarbrücken, hatte dort ein möbliertes Zimmer gemietet... also erstmal Miete weg, was blieb war kaum der Rede wert, doch die Abiturfahrt nach Berlin, die musste sein!

Es war schon ein sehr eigenartiges Gefühl in dieser Jugendherberge nahe der Mauer zu wohnen... diese Mauer hatten wir täglich vor Augen... damals schwor ich mir, erst wieder in diese Stadt zu kommen, wenn die Mauer nicht mehr steht... das habe ich gehalten.

Aber zurück... wann war das? Winter war... ich war immer im Winter in Berlin... Mitte der 70er... durch die Katakomben unter der Erde, wir kamen uns vor wie in einem Geheimgefängnis... die vielen verschiedenen Gänge... ob es die noch gibt? 20,- DM musste jeder tauschen... doch was damit machen? Klamotten waren unmodisch, keine Qualität und teuer... als nicht nur ich hungrig wurde überlegten wir essen zu gehen... am Alex eine lange Menschenschlange vor dem Restaurant am Fernsehturm... Wartezeiten von unbekannter Dauer! So etwas kannten wir nicht... sollten wir verhungern? Es war überall dasselbe und weit weg konnten wir nicht, kannten uns ja nicht aus, überall VoPos im Doppelpack... in einer Bäckerei kauften wir Süßteile, die schmeckten hohl... und scheußlich! Den Zwangsumtausch durfte man nicht mit zurück nehmen, Rückumtausch ausgeschlossen... was sollte ich nur tun!? Man durfte ja auch niemandem das Geld in die Hand drücken! Das hätte nach Bettelei der Einwohner ausgesehen, was verboten war!

Als ich dann ein Kiosk entdeckte, kaufte ich da zwei Fotozeitschriften... die Frau wollte mir das Rückgeld geben... ich sagte: "Nein! Behalten sie das doch bitte!" Sie war glücklich... ich aber auch! (Ich war froh, als der Ausflug um war...) Kann sich dieses Szenario heute einer hier vorstellen?

Stichworte der Woche: Einsichten und Erkenntnisse; neue, andere Perspektiven; Glauben und Wissen – Intuition und Verstand; Was ist wirklich? Was ist wahr?

Monday, July 28, 2008

memories




So, der Sound geht wieder am PC... es war etwas auf stumm gestellt, keine Ahnung, wie das passiert ist... es kostet wenigstens nix!

Die beiden schönen Papierfotos habe ich mal mit der Digi aufgenommen... Erinnerungen...

In den letzten Tagen ist es immer wieder arg schwül, mal ein Schauer... letzte Nacht ein ordentliches Gewitter, der Sturm ließ mich nicht einschlafen... die vielen Geräusche... heute knallte die Sonne heftig und trotzdem regnete es dabei ordentlich, der Donnergroll ließ auch nicht lange auf sich warten... bei der Witterung wage ich mich nicht unbedingt lange raus in die Landschaft...

Mein Basilikum gedeiht gut zusammen mit der Minze... der Rucula schmollt scheins... im Mom dominiert der Lavendel den großen Topf... zuerst kam ich mit abernten und essen kaum nach und nun ...vielleicht kommt er ja wieder.

Die orangeroten Powerblumen waren ein Geschenk von Heidi, sie sind ein echter Eye-catcher!

Heute habe ich mal wieder etwas beim Fotos bearbeiten gelernt... ich war nicht zufrieden mit dem Ergebnis von Aufnahmen mit Korn und Strohballen... also wieder einmal herumprobiert.. und siehe da, ich habe es geschafft, mit den Bildern bin ich nun ganz einverstanden.

Saturday, December 29, 2007

grau... Gedanken zur Neujahrsböllerei


Am Mittag schien die Sonne an blauem Himmel. Leider trübte es sich dann schnell ein, nun ists wieder grau hier. Den Eichhörnchen im Park habe ich Walnüsse gebracht, die ich nicht schaffe zu knacken... ich denke, sie sind dafür ausgerüstet.

Ja und die Tage werden tatsächlich schon etwas länger, das läßt hoffen.

Das Foto ist kein schwarz-weiß-Bild... es sieht hier einfach oft so aus!

Ja, ich finde es auch erstaunlich, dass man erst jetzt darauf kommt, wie sich die se irrinnige Knallerei an Silvester auf die Luft und damit auf die Umwelt auswirkt! Wenn ich nur an die Milleniumsfeier in Berlin denke... die Luft war schon den ganzen Tag über feucht, heftig geknallt wurde dort schon seit dem Nachmittag, fast ohne Unterbrechung. Bis die richtige Feier begann, hatte der Feinstaub die Luft so dicht gemacht, dass man kaum noch was sehen konnte und um Mitternacht konnte man die Böller des offiziellen Feuerwerks nur noch hören, sehen konnte man nix davon! Das war sehr bedauerlich! In jener Nacht kam dann noch dichter Nebel hinzu, auf der Rückfahrt auf der Autobahn konnte man seine Hand nicht vor den Augen erkennen, Schilder erahnte man erst, wenn man schon fast daran vorbei war... was habe ich Stoßgebete losgeschickt und nach der Rückkehr sofort eine Kerze angezündet!

Warum wird all das Geld, was da so verböllert wird, nicht in einen Pool gegeben und davon pro Stadtteil ein richtiges und gesichertes Feuerwerk veranstaltet? Das sieht viel schöner aus und wetten, das kostet weniger! Die Straßen und Gärten sind dann auch nicht von den Überbleibseln vermüllt! Auch gibt es nicht wenige Menschen, denen das laute Geknalle Angst macht... alleine schon die Knallfrösche! An einem Silvesterball verirrte sich vor vielen Jahren solch ein Teil unter mein langes Ballkleid... die Strümpfe waren Müll und ich hatte einen Schock. Nein, ich fand das nicht lustig!

Saturday, November 24, 2007

Erinnerungen


Überall ist schon Weihnachtsdeco zu sehen...

Ich habe den Artikel gelöscht und werde bis auf weiteres hier nicht mehr schreiben und wenn, dann nicht über mich! Das ist meine Konsequenz ... mehr schreibe ich nicht!

Monday, November 12, 2007

Zahnarzttermin...


...es musste mal sein. Hatte den Termin lange hinausgezögert, doch es hilft ja nix, man muss eben mal zur Kontrolle, die letzte ist über ein Jahr her. Da ich mir schon dachte, dass es ohne Spritze nicht abgehen würde, ließ ich ausnahmsweise mein Rad stehen und nahm die Öffentlichen. Während ich unterwegs war, blieb es trocken, was sich gegen Abend rapide verändert hat. Es schüttet mal wieder. Dafür spielte der Sturmwind mit meinem Haar und wirbelte ordentlich Knoten hinein. Ist schon nervig, die wieder zu entfernen. Das erinnert mich dann immer an die Klassenfahrt nach St. Peter Ording. Es war toll dort, bis auf das miese Essen. Wir waren viel unterwegs. So wurden wir immer wieder per Bus zu irgendwelchen Deichen gekarrt und durften dann zurücklaufen. Tja...alle Mädels mit langem Haar waren danach gut beschäftigt mit Knoten herausbürsten. Zusätzlich verklebte das Salz die Haare, das dort ja in der Luft hängt.

Erinnerungen... Erinnerungen hatte denn auch mein Zahnarzt auf Lager. Sonst ist er eher wortkarg. Er hatte sich wohl daran erinnert, dass er mit mir reden muss, um mir etwas von meiner Angst zu nehmen. Im Sommer begegneten wir uns mal im Hummelsteiner Schlosspark. Die Erinnerung hatte ihn dort hingetrieben, da er hier in der Gegend wohnte, als er Grundschüler war. Damals gab es auf dem Schlossareal noch einen Garten, der von den Schülern bestellt wurde. Er sei so stolz wie ein König mit den dort selbst gezogenen Tomaten heimgegangen. Den Garten gibt es leider nicht mehr. Er ist wie sovieles dem Rotstift zum Opfer gefallen. Auf dem Gelände nebenan sei damals ein Eichenwald gestanden... das hat mir auch schon Regina erzählt. Es sind nur wenige Bäume übrig geblieben. Er erzählte, damals seien sie einfach aus der Türe raus, hätten ins Nachbarhaus gerufen: "Na Fußi, oder noch Hausi?" Im Nu seien zwei Mannschaften aufgestellt gewesen und sie hätten fleißig gekickt. Heute sitzen die meisten Schüler am PC.

Und er hat es tatsächlich geschafft die Spritze so dosieren und ein Bestandteil wegzulassen, dass es mir nun nicht komplett den Kreislauf zusammen gehauen hat, wie sonst immer... und ohne dicke Backe.