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Monday, July 11, 2016

Radeltour mit Überraschungen

Ohne Titel
Am Sonntag erwachte ich bei absolutem Traumsommerwetter - von wegen ausschlafen - es zog mich nach draußen, und zwar seit langem mal mit dem Radel hoch zum Firstweg. Wann war ich dort wohl zum letzten Mal? Ich packte Kamera, zwei Flaschen Wasser und ein paar Aprikosen ein und los gings. Das Panorama, das sich mir auf der Strecke bot, war überwältigend. Der Haardtrand war von fast von Schweigen bis sicher über Landau hinaus zu sehen.
Ohne TitelOhne TitelIch hatte ja leider am Wochenende mit der Rosenwanderung keine Zeit dort zu sein. Seit zehn-elf Jahren wachsen dort immer mehr Rosen am Weg entlang am Beginn vieler Rebzeilen und wie schön sie geworden sind! Trotz des vielen Regens blühen sie, was das Zeug hält! Dann weiter zum Bänkle, das mir fremd vorkam. Irgendwie hat sich die Umgebung verändert, auch der gewohnte Bewuchs ist Vergangenheit. Ich blieb nicht lange.
Ohne Titel Ohne TitelWeiter gings, wie gewohnt - dachte ich jedenfalls. Doch wo waren die Rebhänge? Die Schafe unter den Obstbäumen? Mais und Getreide, auch Kartoffeläcker sind ja üblich, doch ich kam an immer neuen abgeerteten Feldern vorbei, an Feldern mit kleinen Stecklingen. Die litten natürlich in der Hitze. Ein Bauer war damit beschäftigt, sie zu besprengen.
Ich radelte weiter, kam an einem Modelfliegerplatz vorbei - der war das früher nicht! Ich sah immer mehr "Riesenspargel", Windräder, die in der Hitze vor sich hinträumten - die waren da einst auch nicht! Hatte ich mich verirrt? Die erste Wasserflasche war leer, die Hitze wurde immer größer - also wendete ich und fuhr zurück, um zu sehen, wo ich mich verfranzt hatte - und wo kam ich raus? Am Bänkle! Ich war richtig gefahren, aber die Landschaft wurde umgebaut. Doch bevor ich zum Bänkle kam, wurde ich an dem Gemüsefeld geduscht. Ich dachte: naja, ein wenig Wasser kann heute nicht schaden! Aber oha! Das stank!! Entweder war es altes, abgestandenes Wasser oder aber Gülle! Viel hatte ich nicht abbekommen, aber doch genug. Zuhause angekommen ging ich sofort duschen und pflegte meine gerötete Haut.
Mit einer Schüssel Salat und einem Buch verbrachte ich den Sommer-Nachmittag auf meinem schattigen Balkon. Laut Prognose ist der Sommer erstmal wieder vorbei.

Terminplan 2016 für die Märchenspaziergänge, weitere Infos unter www.bad-bergzabern.de 
Mein Buch ist erhältlich im Buchhandel und bei ploeger-medien: SELLEMOOLS - Grimmsche Märche uff Pälzisch
Und hier mein erster Film S Dornreesl

Sunday, July 24, 2011

Radeltour und Ausflug

Traumhimmel Vollmondbank Am Samstag zeigte sich das Wetter zeitweise freundlicher, also wollte ich mit Kamera und Radel los... als ich meine Kamera kontrollierte, war die mausetot! Ich war geplättet... Chip raus und wieder rein, mit dem Akku das selbe Spiel... doch es nutzte nix! Aber irgendwie war mir, als habe sie nicht auf "off" gestanden... Ersatzakku rein und simsalabim: alles okey! Nach einer Woche war der Akku leer. Ich nix wie ab aufs Rad und die Abzweigung, die ich nehmen wollte, verpasst... den Firstweg fand ich trotzdem und da konnte ich endlich aufatmen. Da oben ist der Himmel meist sowas von schön und gestern sah man ganze Wolkenwirbel... die Wolken schienen am Himmel zu tanzen.
An meiner Lieblingsbank wollte ich Rast machen, doch sie war besetzt und belegt... mich trafen ungnädige Blicke... ich bog ab und genau da waren dann Himmel und Landschaft komplett atemberaubend schön... fast 250 Fotos brachte ich mit... bald sah ich das Radelpärchen von dannen ziehen... ich radelte hin und wurde sanft berieselt... bäh! Da wunderte mich nicht, dass die beiden das Weite gesucht hatten! Was nicht nur dieser, sondern noch weitere Winzer versprühten roch nicht gut... Rebläuse werden mich meiden... zuhause angekommen wusch ich alles ab... hörte heftigen Wind... ja und es schüttete... stimmt, es war vor mir immer grauer geworden... dann erfreute mich ein großer doppelter Regenbogen.
Mittelaltermarkt in Annweiler Küche auf Burg Berwartstein Heute fand ich mich unerwartet auf dem Mittelaltermarkt in Annweiler wieder... es war feucht und grau und gerade mal 16°C. In den engen Gassen war viel Betrieb und ordentlich was geboten.
Danach gings weiter zur Burg Berwartstein. Auf dem Foto sieht man die Burgküche. Wir machten die letzte Führung mit... und die ging auch durch die Felsengänge, die die Wehrtürme miteinander verbinden und so dafür sorgten, dass die Burg praktisch uneinnehmbar war... da bekommt mich keiner mehr rein... es hat mich viel Überwindung gekostet, mich dort durchzutasten.
Das war ein sehr abwechslungsreiches Wochenende.

Saturday, April 17, 2010

Eyjafjalla-Vulkan





Der Vulkan hat für einen sagenhaft blauen Himmel gesorgt... wann sieht man schonmal einen Himmel ohne Kondenzstreifen!? Und das Licht, die Farben... wodurch das verursacht wurde, weiß ich nicht, aber so weit wie heute konnte ich selten sehen, obwohl alles diesig wirkte... alles wirkte so nah...

Mein Rad ist repariert, die Gänge gehen und das Teil lief wie nie zuvor! Eigentlich hatte ich eine andere Tour vor... es zog mich von der Straße weg auf den Berg... Löwenzahnblüten zwischen den Rebzeilen, versetzt mit Traubenhyazinthen. Viele saftige Grüntöne, Bauern und Winzer hatten gut zu tun... Schafe hinter Zäunen... ich radelte zu der Bank, dort blühen schon die ersten Rapsblüten... ich sah neben der Bank einen kleinen Baum, an dessen Stämmchen und in den Zweigen viele Schnecken saßen. Ihre Schneckenhäuser waren in Muster und Farbe ganz verschieden, keine glich der anderen... die untere war rot, die anderen zeigten viele Gelbtöne, mit braunen Spiralen. Viele Schmetterlinge, die Luft war erfüllt von Vogelgezwitscher... eine wundervolle Radeltour war das!

Zum Abschluss schaute ich mir wieder eine Wohnung an... war nix für mich, zu klein und voll möbiliert. Die Suche geht weiter.

Saturday, September 26, 2009

Radeltour durch die Weinberge






Am Morgen war es kühl, so konnte ich länger schlafen an meinem freien Wochenende. Endlich Wetter und Zeit für eine Radeltour... ich komme in diesem Jahr höchstens zu einer oder zwei pro Monat... nein, im August waren es derer drei... im September die erste... ich schob meinen Drahtesel den Berg rauf und los ging’s! Und heute wusste er sogar, dass er Gänge hat!

Manches sah aus wie vor einem Jahr irgendwann... die prallroten Hagebutten leuchteten vor dem blauen Himmel... sie lachten richtig fröhlich!

Vor einem Jahr war es sehr kalt, man hatte schon heizen müssen. Im Oktober war es dann milder, aber die Natur schon bunter, herbstiger. So war ich schon überrascht von dem Licht heute... der Himmel hatte ein blau fast wie im Frühling... und doch anders... man konnte weit in die Ferne sehen... doch dort war es leicht diesig. So wirkte alles wie gemalt und trotzdem wie scharf gezeichnet... die Landschaft wirkte an vielen Stellen wie man es aus Gemälden aus der Renaissance kennt. Die Grüntöne ganz anders als im Sommer, weicher, verhaltener. Bäume, die sonst nur einfach Bäume sind, wirkten interessant, doch das im Foto wiederzugeben ist trotzdem eine Aufgabe für sich! Die Entfernung, der Blickwinkel, das Licht... ich habe vieles ausprobiert heute... schnell waren so an die 400 Aufnahmen gemacht!

An Schmetterlingen tanzten Weißlinge in Gruppen über späten Blüten... Admirale sah ich etliche. Vögel auch meist in Gruppen... Lerchen, Milane kreisten, Krähen über den abgeernteten Feldern... aber auch Hubschrauber... ob der Herr Ministerpräsident mit Heli seinen letzten Wahlkampftag aus der Luft managte?

Viele Sonnenhungrige waren unterwegs, meist auch mit Rad... und Körben. Sie suchten unter den vielen Walnussbäumen nach Nüssen, aber auch Birnbäume etc hatten sie im Visier.

Und wie all die verschiedenen Traubensorten in der Sonne lachen... die frühen sind schon abgeerntet, die Reste liegen auf den Wegen und der verbleibende Saft würzt die Luft. Den Trauben tut die Spätsommersoone... oder Frühherbstsonne sehr gut... und mir auch!

Vier Stunden war ich unterwegs. Es war herrlich, aber ich war dann doch müde... und froh, den Tag in der Form genutzt zu haben.

Ich dachte, ich ziehe mal schnell Picasa3 und bearbeite die Fotos damit... der erste Versuch scheiterte, da ich meine Dateien nicht reingab... keine Chance, an meine Fotos zu kommen! Also deinstalliert und von vorne! Jetzt habe ich alle Fotos doppelt und dreifach auf der Festplatte... ich weiß nicht warum, doch picasa hat die meisten Ordner doppelt gespeichert... bis die wieder alle gelöscht waren... bei vielen tausenden Fotos und Bildern. Ist schon irre, mal all die Fotos in Alben wiederzusehen. Und schwupp ist fast wieder Mitternacht.

Und morgen die Wahl... ich tippe auf Unklarheiten, Verzögerungen, Merkel bleibt, doch mit wem? Die Linken werden zulegen, Grün wohl auch... viel Verwirrung darüber, wer nun koalieren wird... mit wem.


Stichworte der Woche: Ruhe und Gelassenheit wahren, erkennen, was ist, Erfahrungen bearbeiten, Erkenntnisse umsetzen, Details klären, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit werden belohnt

Sunday, July 26, 2009

Radeltour






Endlich einmal ein richtiger Sommertag! Da habe ich nicht lange gefackelt, meinen Radelkoffer gepackt und los ging’s, zuerst auf den Berg, erste Station die Sonnenblumen. Ich nahm den Trampelpfad vom letzten Sommer, doch von ihm ist kaum was zu finden... offenbar radle nicht nur ich weniger bei dem ewigen Regen... auf dem Höhenweg musste ich gar durch mehrere wegbreite Pfützen fahren... der Trampelpfad ist zugewachsen... mit meiner Gräserallergie ist das ein Spaß für meine nackten Beine... am Mittag waren dann fast alle Fotos hoffnungslos überbelichtet und das ausgerechnet als ich an der Stelle mit den Nussbäumen war, die ich ablichten wollte... kompletter Fotomüll.

Radler waren noch mehr unterwegs, nur eine Läuferin, keine Wanderer, aber die Bauern waren mit der Ernte beschäftigt... Roggen... an der Bank, an der ich eine Pause hatte einlegen wollen... mir juckte sofort alles... später merkte ich, dass ich von einer Mehlschicht bedeckt war, dachte schon, die Haut schäle sich ab... bei mir? Ich habe keinen Hang zu Sonnenbrand.

Etwas weiter fand ich einen Wahlnussbaum, der sehr fotogen einem der Unwetter zum Opfer gefallen ist. Mehrfach rasten dort so was wie Strandfahrzeuge auf den RadWanderwegen entlang, machten viel Staub, beschleunigten an den Pfützen... als sie zurückkamen stellte ich mich in den Weg, so dass sie ihre Geschwindigkeit reduzieren mussten und gab ihnen zu verstehen, dass sie ballaballa sind... sie entfernten sich langsam und kamen nicht wieder!

Da, wo ich im Frühjahr solch schöne Blüten fotografierte stehen jetzt üppig Früchte tragende Pfirsichbäume... ich dachte, kein Bauer zusehen, reif sehen sie aus, schön gelbrot... nur einer ließ sich leicht pflücken, er war faul... zu früh gefreut.

Ich radelte dann Richtung Tal, durch kleine malerische Orte, vorbei an Feldern, Weinbergen... die ach so hübschen Marienkäfer waren sehr bissig! Ich konnte es kaum glauben beim ersten Biss, doch beim zweiten hatte ich das süße Käferlein in der Hand... das tut richtig weh!

Dann entdeckte ich ein weiteres bei Fotografen beliebtes Motiv... Heuballen, aber nicht in einem Stoppelacker, sondern in einer Wiese... noch einmal durch hohes Gras...

Als ich am Abend zurück war ging es sofort unter die Dusche incl. Haare waschen... etwas Muskelkater habe ich schon, doch endlich konnte ich nach Herzenslust radeln.

Tuesday, July 15, 2008

Radelausflug




Gestern habe ich gegen Abend mal wieder eine Foto-Radeltour unternommen. Sehr ruhig ist es nun draußen in der Natur auch nicht, die Erntemaschinen sind unterwegs.

Der Himmel war herrlich, das Licht in jeder Himmelsrichtung anders. Richtung Sonnenuntergang war es recht dunkel, ich hatte schon Bange, ich komme im Dunklen heim, hatte nur de Sonnenbrille auf... doch später wurde es auch da wieder heller,der Sonnenfächer wurde größer.

Der Raps ist geerntet... als ich in die Nähe kam, sah ich dort eine ganze Schar Raben... hoppla, dachte ich, es ist doch noch kein November! Ausserhalb des Winters sah ich noch so solch eine Menge Rabenvögel.... sie flogen dann in die eine Richtung davon... aus der anderen überquerte ein Langohr den Weg.

Ich kam wieder einmal zu der Bank, die auf einem kleinen Hügel steht. Schon aus der Ferne sah ich dort zwei Gestalten... zwei Männer waren über eine Karte gebeugt. Als ich näher kam, sagte der eine: Vorsicht, wir haben Zuhörer, blamiere dich nicht...! Keine Ahnung, woher sie waren... sie sind mit zwei alten Mofas unterwegs, sehen recht lustig aus. Solch ein Fahrzeug hatte zu meiner Schulzeit eine Schulfreundin. Wir fuhren damit im Sommer zum Gelterswoog, wo ihre Familie ein Ruderboot hatte. Mit dem fuhren wir immer raus in eine kleine Bucht und haben gelernt und Hausaufgaben gemacht... mei, waren wir brav!

Diese Herren erzählten, sie hätten ihre Pferde verkauft, die seien so hoppelig gewesen, das würden ihre Wirbelsäulen nicht mehr verkraften... in Frankreich seien sie der Hit gewesen mit ihren Mofas... und ob sie nun im TV kämen... nein, im Internet!;)) Der eine stand vor der großen Königskerze und staunte sie an... meinte, er habe auch eine im Garten, doch die werde einfach nix Rechtes... Ich habe gefragt, ob der Boden dort zu stark gedüngt sei... worauf er ganz trocken meinte: "Nee, da dünkt keiner was, is alles verwildert... es sei denn, da falle mal jemand daneben tot um, dann sei da reichlich Dünger..." Makabrer Humor!

An diesem Bänkle hat sich sicher schon viel ereignet, sie könnte wohl Romane erzählen... als ich einmal vorbei kam, sah mich eine Frau ganz erschrocken an, sie saß dicht neben einem Mann, sie tranken Wein aus einer Flasche... als ich wiederkam, waren sie verschwunden...