Wednesday, May 10, 2006

Graue Mäuse im Wassermann - Zeitalter

Es ist gut, wichtig zu sein.
Aber noch wichtiger ist es, gut zu sein.

Ich frage mich, ob es wohl möglich ist, dass graue Mauerblümchen auch einfach wieder so wegfliegen können, wie es dieses graue Hörnchen kann. Ein solches Hörnchen richtet sicher nicht soviel Schaden an, wie das graue Mäuse tun, um auf sich aufmerksam zu machen. Besser wäre es, sie würden ihre Mitmenschen nicht auf häßliche Art behelligen und statt dessen an ihrer Persönlichkeit arbeiten, also ihren Selbstwert erhöhen, so sie denn welchen haben.Das ist besser, als den Kopf in den Sand zu stecken oder die Augen unter die Flügel.

Ich bin sehr froh darüber gesund zu sein. Doch umso mehr fällt mir auf, wie weit immer mehr Menschen den Zeitpunkt einer Therapie oder gar einer intensiven Betreuung hinauszögern und damit zur Belastung der Mitmenschen werden. So mache ich schon fast automatisch einen Bogen um Menschen, die sich nur in Unfarben-Nichtfarben kleiden, wie grau, weiß, schwarz, bäsch, unterstrichen vom entsprechenden Gesichtsausdruck und mangels jeglicher positiven Ausstrahlung.
Altlasten wollen angeschaut und losgelassen werden, statt sie anzusammeln und die Umgebung miit Bitterkeit zu vergiften.
Ja, das Wassermann-Zeitalter läßt grüßen.

Tuesday, May 09, 2006

Irgenwie verquer




Ausser der göttlichen Massage lief heute alles irgendwie verquer. Die guten kosmischen Transite wollten sich bei mir einfach nicht einstellen.

Zunächst erwachte ich in Schweiß gebadet, dank der üppig fliegenden Pollen, was sonst.
Später machte ich mich auf den Weg um ein Dokument zu besorgen bei einer Ärztin. Leider prankte mir an ihrer Praxistür ein Zettel entgegen, woraus ich entnehmen durfte, dass sie gleich bis Ende Mai in Urlaub ist. Super, denn mit meinem Anliegen brauche ich nicht erst zu den Vertreterkollegen zu gehen, da sie ohnehin keinen Einblick in die Unterlagen haben. Wieder eine Sache, die somit bis in den Juni aufgeschoben ist.

Einigermaßen positiv ist, dass sich die Übelkeit am Morgen bisher nicht in eine Migräneattacke verwandelt hat. Alles was hilft, ist sich so gut als möglich selber zu bemuttern.


Die Ordnung ist das Vergnügen der Vernunft,
die Unordnung aber die Wonne der Phantasie.
Paul Claudel

Monday, May 08, 2006

Fast schon Frühsommer

War heute den ganzen Tag über in Erlangen. Joggen war somit nicht möglich. Dafür habe ich aber elf schöne Blätter bedruckt. Eine Auswahl davon kommt bei Gelegenheit in die Gallery, so auch die große "Ton-Taube" die ich am Mittag noch glasiert habe. Bin, wie immer gespannt auf das Resultat nach dem Brand ... in zwei Wochen werde ich es in Händen halten.

Habe mich endlich wieder mit meiner Freundin Ines getroffen und fleißig ausgetauscht. Und was selbstverständlich nicht fehlen darf ist mein Besuch im botanischen Garten. Aus einem bestimmten Blickwinkel scheinen dort große Tulpenbeete angelegt zu sein, die sich dann im näherkommen in mehrere auflösen. Jetzt blühen dort Tulpen, die gut 80 cm hoch sind und einfach wundervoll sind in ihrer Farbkombination und Musterung. Im japanischen Teil der Anlage kam ich mit einer Dame aus Hamburg ins Gespräch, natürlich über Wasser, Gärten, Naturschönheiten und Märchen. Wobei auch die hektische Ignoranz nicht aussen vor blieb, mit der sich so viele Zeitgenossen "auszeichnen".

Den gestrigen Tag verbrachte ich zu Beginn mit Sport. Endlich traf ich die Frau wieder, die letztes Jahr meist zur gleichen Zeit ihre Runden drehte wie ich. Ich pflege meine Dehnübungen in der ersten Runde einzubauen. Sie macht ihre Art von Sonnengruß nach ihren gelaufenen Runden. Ein Paar übte im Burggraben Tai-Chi. Die kleine Tochter der beiden saß dabei, bis sie sich langweilte und die Eltern mit Ausreißversuchen beschäftigte. Viele Sonnenhungrige hatten schon am Morgen die Bänke besetzt und belegt.

Am späten Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit Bekannten ein Gospelkonzert. Es war das Schlechteste, das ich je gehört habe! Danach kam dann mein Sohn und wir machten in der Abendsonne einen wunderschönen Spaziergang, bei dem er mir einen lebhaften Einblick in seine Welt gab. Viele Themen wurden gestreift, über nazi-Architektur, Problemen mit Autos bis hin zu unfähigen Auszubildenden mit zwei linken Händen und undefinierbarer Masse im Hirn.

Saturday, May 06, 2006

Löwenzahnwiese



Ihr seht aus
wie tausend kleine Sonnen,
einfach wunderschön -
und für die meisten Menschen
doch gewöhnlich -
so gewöhnlich,
wie die Menschen selbst,
wie auch ich.
Noch im Wald kam mir die Frage:
Wer bin ich?

Alles was ich sein wollte,
ist reine Illusion -
Stimmen sagen:
Du bist total gewöhnlich -
und doch schön.
Ich bin nichts -
und doch bin ich.
Mal bin ich allein -
dann wieder eins mit der Natur.

Wieder die Frage:
Was bin ich?
Atem? Tod? Illusion?
Sulamay bedeutet auch:
Illusion ans Licht bringen.
Was bin ich?
Ich weiß es nicht -
es gibt alte Muster,
Verbiegungen -
sie sind nicht ich.
Mal bin ich Tod
mal bin ich Leben -
Illusion erkennen tut sehr weh.
Sie loslassen führt zum Nichts,
in die Leere.

Ich habe mich getäuscht
mich selbst
und so habe ich andere getäuscht
mit Illusionen.

Ich weiß nicht,
was ich bin.
Bin ich Sternenstaub?

Licht und Dunkel -
wie eine Löwenzahnblüte
auf der Wiese.

Ich schrieb dieses lyrische Gedicht wohl 1997, erschienen ist es dann 2002 in einem Lyrikband des Lumen Verlags, der den Titel trägt: "Und der Himmel weint mit dir"

Dieser Text berührt mich noch immer und ich bin froh, dass sich seither so vieles getan und verändert hat. Löwenzahnblüten strahlen mich noch immer an wie tausend kleine Sonnen, denn genauso sehen sie uns an derzeit auf den saftiggrünen Wiesen. Bei mir hat sich entscheidend verändert, dass ich mein Leben, trotz aller Widerwärtigkeiten, mit Zuversicht, ja Optimismius und Freude lebe.

Friday, May 05, 2006

Voll Frühling

Dieser Tage einen brüteneden Schwan gesehen, Zitonenfalter, die beiden Eichelhäher mal ganz nahe gesehen, die beiden sind richtig groß und erinnern mich immer an den Maremma-Urlaub. Die Magnolien und die Osterglocken verblühen schon und schwupp blühen die Kastanien auch und die Hortensien, die Porzellanblumen und so vieles andre auch. Es grünt einfach wie verrückt. Kürzlich noch waren nur nackte Zweige zu sehen, jetzt haben Ahorn, Buchen, Eichen, Weiden, Hasel etc ihre Blätter.

Und der Frühlingsduft ist weiterhin einfach betörend. Dieser Frühling muss doch einfach alle Menschen verzaubern! Frägt sich nur, was auftaucht, wenn dann die Entzauberung ansteht.


Nachdem ich ja leider am letzten Wochenende wieder Migräne hatte, dachte ich schon, wegen der Verspannung, die ganze Fitness sei hin, aber nix da, ich laufe sogar wieder das volle Pensum und immer neue Übungen erinnere ich und führe sie mit Freude aus, denn ich bin wieder voll beweglich und fit wie ein Turnschuh und bin irre froh darüber. Das milde Klima lädt mich denn auch fast jeden Abend zu einem kleinen Spaziergang ein.

Mit dem Schreiben klappt es erfreulich gut, das Märchen wächst und verändert sich stetig weiter.

Das Wetter soll in etwas so bleiben, also werde ich morgen wieder laufen und anschließend mein Programm aus Yoga und Wirbelsäulengymnastik durchziehen. Da freue ich mich schon drauf, auch für übermorgen, denn in der kommenden Woche sind fast alle Vormittage schon recht verplant. Der Sport hilft mir beim Singen, meine Stimme hat noch mehr Kraft. Der Sport verändert auch meine Körperhaltung sehr positiv. Ich könnte mich zur Zeit kringeln, wie viele Männer auf mich aufmerksam werden und mir hinterher schauen. Ich Schlosspark hat mich denn auch schon ein Mann gefragt, ob mir das Schloss mitsamt Anlage gehöre! Hätte mir ja einen Spaß daraus machen können, doch ich verneinte lächelnd. Man hat mich ja schon für vieles gehalten, begonnen bei der Anwältin über die Journalistin bis hin zur Lehrerin. Wobei das ja wohl bald zutrifft.

Wednesday, May 03, 2006

Besuch beim Gesundheitsamt

Das war gestern ein Stress auf dem Gesundheitsamt! Es war gar nicht wegen der Leistungen nach OEG, das war nochmal wegen der ARGE, damit das Gutachten erstellt werden kann! Die Testreihen, die ich durchlaufen mußte, sind seit 23. Februar ausgewertet ...

Man stelle sich das mal vor! Wie lange das gedauert hat, nachdem ihnen die Ergebnisse vorlagen! Die ARGE hat also wirklich noch nix von denen bekommen!!! Und das Gespräch mit der Ärztin, es wollte nicht
enden, immer wieder drehte sich alles im Kreis, von wegen: ja, aber bei den Tests ist das doch nicht zu sehen gewesen wegen der Kuhmilch ... dann wieder: ja, die Symptome, die sie schildern die sind typisch und niemand kann riskieren bei ihrem Gewicht, dass sie wieder ständig Durchfall bekommen!

Sie selber sagt, sie habe so nix, aber Mandarinen aus dem Supermarkt vertrage sie auch nicht, aber mich will sie in den Supermarkt schicken, um dort mein Obst und Gemüse zu kaufen ... da gäbe es auch im Winter anderes als Kohl, den ich nicht vertrage ... an die Preise denkt sie dabei nicht! Und ob ich denn nicht auch auf Spritzmittel getestet worden sei ... also, welche Giftstoffe ich vertrage, um gespritztes Zeug zu essen! Dabei vertrage ich ein Antibiotika nur einmal, beim zweiten Mal bekomme ich einen Schock und allergische Reaktionen und nun soll ich auch noch Gift essen!

Ich bin bald verrückt geworden. Dann versteht sie nicht einmal, wieso die Kasse meine Medikamente nicht zahlt!
Die Gesetze habe doch nicht ich gemacht!!!
Und wieso ich denn nicht schlafen könne! Ich solle doch Sport machen, dann bräuchte ich auch nix für den Kreislauf! Dabei sieht man mir an, dass ich Sport mache!

Und die andere Ärztin, mit der sie das alles besprechen muss, ist noch in Urlaub!
Nun dauert das auch wieder.

Tuesday, May 02, 2006

Von wegen Schöner Brunnen!

In der Stadt Nürnberg geht langsam aber sicher der Punk ab! Ich habe ja schon letztes Jahr gesagt, vor und während der WM gehen die Einwohner von NBG am besten alle in Urlaub ... der Beckstein hat sie doch nicht mehr alle! Schon jetzt sind überall Polizisten, ein Rad darf fast nur noch geschoben werden!

Alle Brunnen werden abgestrahlt, alles auf Hochglanz gebracht, so haben wir die Stadt noch nie gesehen. Und der Schöne Brunnen, wegen dem ja soviele Touries kommen, der ist eingerüstet! Die Leute laufen Sturm. Auch ich habe eine Karte ausgefüllt! Das sieht vielleicht aus! Statt stolz zu sein, auf die Kultur der Stadt, läßt unsere so progressive Kulturreferentin, die für mich nie einen cent hatte, diesen blöden Akademiedirektor den wirklich wunderschönen gotischen Brunnen häßlichst einrüsten und dieses Gerüst wird mit grauen Stadionplastikstühlen bestückt!! Schulklassenweise kommen die auswärtigen Gäste und wollen den goldenen Reif dreimal drehen und sich dabei etwas wünschen ... keiner kommt mehr dran, alle ärgern sich!

Da ist der Himmel endlich blau,
steht eh kein Baum auf dem Hauptmarkt und dann ein graues Ungetüm, über das wirklich alle sich aufregen! Vor zwei Jahren wurde der Platz gesterrt, weil der Chef der Akademie lauter grüne Plastikhasen auf dem Platz installieren ließ und nun dieser Superspitzenobermist von Olav Metzel, der damiit den ganzen Platz niedermetzelt.

Für so einen Scheiß hat die Stadt Geld und ihre Künstler, die läßt sie hungern! Das finde ich hier DEN Skandal!!! Aber die Zeitungen sind schon voll davon. Alle laufen Sturm und das Ding wird trotzdem weitergebaut. Mir hat sie, unsere hochverehrte Frau Prof. Dr. Julia Lehner, immer versucht glaubhaft zu versichern, dass die Stadt für weitere Kunstprojekte kein Geld habe. Welcher Hohn!

Monday, May 01, 2006

Einsamer Schwimmer


In einer Fünftelsekunde kann man eine Botschaft um die Welt schicken. Aber es dauert Jahre, bis sie durch die Schädeldecke eines Menschen nach innen dringt.

So, wie dieser einsame Schwimmer komme ich mir auch oft vor, egal, in welche Richtung ich es versuche. Soviel Zeit und Geduld ist fast unmenschlich, die ich aufwenden muss, damit ankommt, was ich meine. Sollte es je verstanden werden, bin ich schon um Meilen weiter.

Und dies insbesondere, wenn es um Ämter geht. Behördengänge sind unendlich lang und was da alles verschwinden und versickern kann ... da steht unsereiner nur fassungslos gegenüber, denn bei den "Bringern" muss alles schon gestern da gewesen sein.