
Die vielen Knospen der Mandelbäumchen sind schon prall, doch sie tuen gut daran, sich wegen der kalten Nächte, weiter in ihren Hüllen zu bleiben... ich freue mich riesig auf die rosa Blütenpracht!

Es ist sehr wohltuend, dass der Februar heller ist,als der düstere, vergangene Januar und ab und an sehr sonnige Tage bereit hält. Hier ein Blick vom Liebfrauenberg mit seinen herrlichen Weinlagen hin zur Villa Pistoria und weiter über Bad Bergzabern bis hin zu den Höhen des Schwarzwaldes. Einen solche grünen Winter habe ich wohl noch nie erlebt.

Einige Tage davor wanderte ich durch die Weinberge Richtung Pleisweiler-Oberhofen um Vitamin D zu tanken und das Wetter und die Landschaft zu genießen.In diesem Monat liegen Winter und Frühling im Klintsch... ein Tag Frost, auch mal mit Schnee und am nächsten Tag blauer Himmel mit Sonne pur!

Letzten Donnerstag hatten wir nach vielen grauen, nassen Tagen endlich einen Sonnentag. Wieder verbunden mit Wind. Ich sah zwar keine Wolken, ging aber lieber doch gleich am Vormittag mit Kamera los, Sonne und damit Vitamin D tanken. Ich wanderte wieder einmal durch die Weinberge in Richtung Pleisweiler-Oberhofen und über den Weinsteig zurück. Zwischen den Rebzeilen blühten immer noch üppig die Leguminosen. Ich fand aber auch in einem Vorgarten blühende Schneeglöckchen, Korkenzieherhasel mit "Würmern", die ersten Weidenkätzchen und am Himmel lachte eine strahlende Sonne.

Leider, leider kam ich zu spät um die Jazz Combo zu hören, sie waren schon mit dem Abbau beschäftigt. Ich nahm dann letzten Donnerstag, dem Himmelfahrtstag, an einer Führung durch den Weinberg teil, zunächst erklärte Stefan Hitziger die Wetterstation. Dann ging es um Anbaumethoden, um Rebsorten, um die Pflege der Reben und um die Arbeit im Weinberg. Alles sehr interessant.
An einer wunderschön mit frischen Wiesenblumen geschmückten Tafel konnte man die Weine des Vorjahres probieren. Es gab aber auch leckeres Essen und feine Kuchen. Nach der Führung duch den Weinkeller hatte ich richtig Appetit auf einen Salat, den ich in geselliger Runde verzehrte. Ja und das Wetter war Spitze und die Veranstaltung allerbestens organisiert.
Der Raps steht in voller Blüte und hüllt die Landschaft mit seinem Duft ein. Die Löwenzähne blühen noch, aber schon ist alles voller Pusteblumen. Wären die Frostnächte nicht gewesen, wäre es ein Bilderbuchfrühling. Hier kamen die Winzer noch recht gut davon, nur wenige Triebe sind verfroren.
Bei den kleinen, frischgepflanzten Mandelbäumen bin ich etwas skeptisch, ob sie den Frost schadlos überstanden haben. Auf alle Fälle sind die beiden Mandelbaumalleen schon jetzt gut besucht.
Die Kapelle auf dem Liebfrauenberg mit leichtem Schnee am frühen Nachmittag aufgenommen. Das zweite Foto zeigt einen Blick auf die zukünftige Mandelpicknickwiese. Bin gespannt, wann die wartenden Bäumchen gepflanzt werden können.
Weiter oben auf dem Altenbergweg liegt etwas mehr Schnee. Nach den schneefreien Jahren ist es ein Erlebnis über Schnee zu laufen, ihn unter den Füßen knirschen zu spüren. Es war Genuss pur, vor allem bei strahlender Wintersonne und kaltblauem Himmel.
Am Abend dann war ich beim sehr gut besuchten Neujahrskonzert 2017 im Haus des Gastes. Das Kreisjugendorchester SÜW zeigte sein Können in Bestform unter der Leitung von den drei talentierten Dirigenten Jan Brieger, Rolf Kaiser und Philipp Schneider. Dazwischen die erfreulicherweise kurzgehaltene, dabei prägnante Neujahrsansprache unserer Landrätin Theresia Riedmaier.

Ich fühlte mich etwas schlapp, Kopfweh seit Samstag... ich dachte: Geh raus, Bewegung an der frischen Luft wird helfen! Am Tag allerschönstes Spätsommerwetter - was will man mehr! Vorbei an reifenden Trauben marschierte ich den Liebfrauenberg hoch - leider wurde mir schwummrig und ich, die sonst an Ruhebänken vorbeigeht, legte eine Pause ein. Es wurde immer heißer, den Sonnenhut hatte ich nicht dabei und zu wenig Wasser. Vorbei an vielen Pferdekoppeln ging ich weiter, fand die ersten grünen Igel, also Keschde am Boden liegen, machte fleißig Fotos und war drei Stunden unterwegs. Zuhause angekommen war ich weiß wie die Wand. Ich trank viel Wasser, legte mich etwas hin. Erst heute ist es besser. Obwohl ich den Sommer liebe, meide ich jetzt die Hitzestunden. Nur schade, dass es so schnell dunkel wird und abkühlt.
Spätsommer - das sind Heuballen, Hagebutten in vielen Variationen, die Äpfel leuchten rot aus dem Laub der Apfelbäume, abgemähte Felder, fleißige Winzer, die frühen Traubensorten färben sich, an de Keschdebääm hängen viele grüne Igelchen. Am späten Nachmittag verzaubert zartgoldenes Licht und es ist einfach wunderschön, dann durch die Landschaft der Südlichen Weinstrasse, durch das Bad Bergzaberner Land zu wandern. 

















