Monday, January 21, 2008

Wilde Jagd und Vollmond


Die Percht zieht mit ihrem wilden Heer durch das Land... schon seit Tagen höre ich in aller Frühe Spatzen und Amseln frühlingshaft fröhlich trällern... da ich zwei Wochen krank war (es begann mit starken Spannungskopfschmerzen, wurde zu Sinusitis... Rippenfellentzündung kam hinzu), vermehrt Bettruhe angesagt war, verpasste ich die Entwicklung der Natur. Heute war ich endlich wieder im Park... die Holden hinterlassen Spuren... bei dem grauen Himmel öffnen sich keine Knospen, aber sie sind schon da! Winterlinge, vereinzelte Gänseblümchen, zierliche Knospen gelber Krokusse, Schneeglöckchen teils vereinzelt, teils in Büscheln, wie rund um den Teich. An den Helleboren sind noch immer keine Knospen, sie wurden zertreten, also werden sie auch nicht blühen. Ja und die Haselwürmer blühen schon... somit beginnt 2008 die Heuschnupfenzeit schon im Januar! Es waren somit knapp zwei Monate Pause für Pollenallergiker, was das Immunsystem enorm belastet. Ja und die Zaubernuss blüht schon richtig.

Zu Löwe-Vollmond am 22. Januar (14:38) stehen persönliche Belange und Herzensangelegenheiten im Vordergrund. Wer sich seiner individuellen Bedeutung gewiss ist, der muss keine Sorge haben, in der Masse unterzugehen. Der Vollmond bringt einen Umschwung. Das Bedürfnis nach Freiheit, die Sehnsucht nach neuen Horizonten meldet sich, ebenso der Wunsch nach Anerkennung. Der Sinn steht nach Spiel und Spaß. Kreativität und Inspiration sind in großem Masse vorhanden. Doch ob irgendetwas vom Vollmond zu sehen sein wird... Hochnebel und Wolkendecke sind schon sehr dick... es wird kaum mal hell.

Wednesday, January 16, 2008

in memoriam


Der Schriftsteller und Philosoph stammte aus einem Bauerndorf in Connemara, einer kargen Gegend im Westen Irlands. In seinen Werken griff John O'Donohue die Abläufe des Lebens auf und die Stellung des Individuums in diesen Abläufen.
"Die Seele des Menschen dürstet nach Schönheit; wir suchen sie in allem - in Landschaft, Musik, Kunst, Kleidung, Möbeln, Gärten, Freundschaft, Liebe, Religion und in uns selbst", so O'Donohue. Über seine Heimat sagte er, sie sei "vielleicht kein Platz zu bleiben; aber wohl, um sich zu finden".
Der Tod und das Sterben im ewigen Kreislauf ist Teil des Lebens. Und die Sehnsucht nach Schönheit ebenso. "Zu unseren wundervollsten Erinnerungen zählen die Erinnerungen an schöne Orte, an denen wir uns sofort heimisch fühlten." Warum? "Weil wir uns in der Gegenwart des Schönen am lebendigsten fühlen, denn es kommt den Bedürfnissen unserer Seele entgegen." Und dabei geht es keineswegs um Glamour und Show, die oberflächlichen Kicks oder die gekünstelte Schönheit kosmetischer Perfektion.

A BLESSING FOR EQUILIBRIUM.
BY JOHN O’DONOHUE, from ‘Benedictus – A Book of Blessings’

Like the joy of the sea coming home to shore,
May the music of laughter break through your soul.

As the wind wants to make everything dance,
May your gravity be lightened by grace.

Like the freedom of the monastery bell,
May clarity of mind make your eyes smile.

As water takes whatever shape it is in,
So free may you be about who you become.

As silence smiles on the other side of what’s said,
May a sense of irony give you perspective.

As time remains free of all that it frames,
May fear or worry never put you in chains.

May your prayer of listening deepen enough
To hear in the distance the laughter of God.

Tuesday, January 15, 2008

John O´Donohue


Gestern hatte ich mir eine Probeversion eines neuen Bildbearbeitungsprogrammes heruntergeladen... manches geht schneller, doch da es neue Kniffe hat, die enorm viel Zeit beanspruchen, sitze ich eher noch länger an jedem Foto als so schon! Der Hintergrund ist dunkel, was die Augen sehr anstrengt.

Heute hatten wir etwas Sonne, gegen Abend war der Himmel wieder dicht, der fast Halbmond hatte einen großen Stahlenhof. Gestern war der Tag grau... der Mond war nur schemenhaft zu erkennen durch den Hochnebel.

Mittwoch verlangt der Körper Aufmerksamkeit... und Flocke, die kleine Eisbärin, scheint zu gedeihen, wie die Schlagzeilen verraten.

John O´Donohue, der irische Philosoph, der in Tübingen studiert hatte, ist in der Nacht zum 03. Januar für immer eingeschlafen. Seine Bücher sind mir immer wertvolle Schätze gewesen, sie werden mich weiter mit ihrer Schönheit begleiten. Von ihm stammt der Satz:

"Das Schönste, was wir überhaupt besitzen, ist unsere Sehnsucht."

Monday, January 14, 2008

Grippe"Schutz"Impfung?


Ich kann nur jedem raten, sich nicht gegen Grippe impfen zu lassen! Seitdem komme ich kaum mal für einige Tage richtig auf die Beine! Immer wieder heftige Schmerzen in der Schulter in die das Zeug injiziert wurde... Sinusitis etc! In der Apotheke sagte mir man denn auch: das kann nur ein Körper verkraften, der bumberlgsund ist! Vor was also bitte schützt diese Impfung? Sicher nur den Hersteller vor Mindereinnahmen!

Sunday, January 13, 2008

neue Woche


Samstag hatten wir hier kein Wetter... es war nix wie dunkelgrau. Sonntag schien die Sonne, nur leider hatte ich nix davon. Gestern waren die Nebenhöhlen zu, entsprechend ging es mir. Heute dann schweißgebadet aufgewacht... Luft bekomme ich wieder besser, aber in dem Zustand bleibt man besser drin.

Stichworte der Woche: Bearbeitung von bereits Vorhandenem, Aufarbeiten von Pendenzen, Vorbereitung für den nächsten Schritt

Was war im letzten September aktuell? Themen oder Konflikte von damals tauchen in dieser Woche wieder auf, wenn sie nicht schon präsent sind! Was zunächst vage und eher als Ahnung in der Luft liegt, dürfte im Verlaufe der Woche deutlicher werden. Vieles, was in dieser Woche erstmals angesprochen wird, wird in der zweiten Februarhälfte nochmals aufgegriffen. Dann zeigt sich was Sache ist.

Saturday, January 12, 2008

MA-triarchale Ener-GIE


Da es so viele diffuse Vorstellungen zum Begriff "Matriarchat" gibt, hier ein Zitat, ein erläuternder Text einer namhaften Autorin:

MA-triarchale Ener-GIE ist die Magie, die laut Gerda Weiler Veränderungen schafft: „Verschmelzung, Trennung, Tod und neues Leben“ (1991, 72). Energie wird durch Visualisierung gelenkt, die Vorstellung bestimmt das Handeln, meint Starhawk (1991, 42). Für sie ist Energie erotisch und eine Manifestation des Heiligen, aus dem die Mysterien schöpfen. MA-GIE, die schöpferische Kraft des weiblichen, sieht Weiler in feurigen und roten Energien, „durch die einst weibliche Wandlungsmysterien bewegt worden sind“ (Weiler 1991, 84). Seit sich die patriarchale Gesellschaft die weibliche Kultmacht der „roten Energien“ angeeignet hat, müssen Frauen „ihre Leidenschaftsnatur unter einem Laken scheuer Keuschheit verbergen“ (ebd.). Aus MA-GIE wird 'Zauber'. Das deutsche Wort 'Zauber' geht auf das altenglische 'teafor' zurück, das 'rote Farbe' bedeutet. „Darin drückt sich die ursprüngliche Energiequalität, das verborgene matriarchale Wandlungsmysterium aus“ (ebd. 83). 'Zauber' und 'teafor' hängen mit dem altisländischen 'taufr' (=Taufe) zusammen. Taufe ist nach Weiler Wiedergeburt, das ursprüngliche Blutmysterium der Mütter.

Für Weiler ist 'Rot' die notwendige Kraft einen Zustand aufrechtzuerhalten oder zu verändern. Rot bedeutet Wärme und strömende Lebenskraft, rot ist die Liebe und rot ist der Zorn. Rot ist das Blut der erneuernden Lebenskraft, das die Frau bei jeder Geburt und jeder Menstruation verströmt und das dem matriarchalen Bewusstsein als heilig galt (Weiler 1991, 74f.). „Rot ist der Tod, indem sich das Wandlungsmysterium der Großen Göttin manifestiert“ (ebd. 73). Archaische Menschen bemalten ihre Toten für deren Weg in die Unterwelt mit rotem Ocker. Ebenso rot gefärbt ist die Venus von Willendorf, die 25000 Jahre alte Göttinnen-Figur aus dem Donautal (ebd. 73).

Matriarchale Gesellschaften stehen, wie alle selbstregulierenden Systeme, unter der Gegensatzspannung polarer Kräfte, deren natürliche Gleichwertigkeit das Zusammenleben ohne Gesetzgebung und aufgezwungener Ordnung reguliert (ebd. 72f.).

Die matriarchale Gesellschaftsordnung - wir können sie als 'systemimmanente Steuerung' oder einfach als 'natürliche Ordnung' bezeichnen - ist rot; denn sie ist gebündelte Energie (Weiler 1991, 73; Herv. Im Org.).

Am Ende ihres Kapitels über MA-triarchale Ener-GIE stellt Weiler die Frage, ob es nicht möglich sei, „dass die moderne Menschheit die geistige Kraft der MA-GIE - der innewohnenden, matriarchalen, selbststeuernden Energie - wiederbelebt und für die Gegenwartskrisen sinnvoll nutzt?“ (ebd. 85). Heute könnte die Zeit gekommen sein, das Magische wieder transparent werden zu lassen, meint etwa die Theologin Hanna Gerl (1989, 135ff.); d. h. alle Differenzierungen, die im Laufe der Geistesgeschichte gewonnen wurden, „sind mit dem magischen Anfang, dessen Stärke das Eins-Gefühl ist, lebendig zu verbinden“ (ebd. 136).

nur märchenhaft?


Eben war ich komplett verblüfft...wollte auf meiner Mythenseite etwas nachsehen, kam auf den Märchenblog... und sah die Besucherzahl... unglaublich! Das muß mein meistbesuchter blog sein! Ich selber habe sicher über ein Jahr nicht reingeschaut!

Und das alleroberste kurze chinesische Märchen... ich hatte den Impuls, es hier einzustellen:

Als ein Krieg zwischen zwei benachbarten Ländern unvermeidlich schien, sandten die Könige Späher in das Nachbarland. Sie sollten erkunden, wo man am leichtesten in das Land einfallen konnte. Die Kundschafter kehrten zurück und berichteten beiden Königen dasselbe: Es gäbe nur eine Stelle, die sich dafür eigne. Dort aber lebe ein junger Bauer mit seiner Frau und seinem Kind und es hieße, sie seien die glücklichsten Menschen auf Erden. Wenn nun aber unsere Heerscharen über diese Grundstücke marschieren, dann zerstören sie das Glück. Also kann es keinen Krieg geben. Das sahen die Könige ein. Und so gab es keinen Krieg – wie jeder Mensch begreifen wird.

Friday, January 11, 2008

Mondsichel


Diesmal war der Schwarzmond wirklich für 3 Tage Schwarzmond! Erst heute konnte ich am Himmel eine ganz feine Sichel entdecken.

Heute gefunden:

Das schlechteste Rad am Karren macht den größten Lärm.
Erfahrungswert

Ich glaube, da ist etwas Wahres dran...

Im Moment zeichnet sich mein Denken durch so viele Gedankensprünge aus, dass, wenn ich damit beginne, etwas zu formulieren, mein Hirn schon zwei Themen weiter ist, entsprechend häufen sich plötzlich Bücher und Notizen auf meinem Tisch, was ich eigentlich nicht mag, nun aber geschehen lassen muss... klar könnte ich Ratzpatz Ordnung machen, doch würde ich riskieren Wichtiges wegzuwerfen.